Schulgeschichte

 

Die Geschichte der Schulen ist mit der Ortsgeschichte verwoben, sodass man die Ortsentwicklung als Prämisse für den Schulbau ansehen muss. Nach mehrmaligem Auslöschen unseres Ortes im Lauf der Jahrhunderte, gesellten sich zu dem um 1750 bestehenden Drei-Häuser-Ort weitere 11 Häuser, die das heutige Hirtenberg begründeten. Da 1774 das erste österreichische Schulgesetz erlassen worden war, mussten auch die Kinder aus Hirtenberg die Schule besuchen.


1774 - 1845 PFARRSCHULE IN ENZESFELD

Für die Kinder aus den ersten Häusern stand nur das Schulhaus in Enzesfeld (neben der Kirche) zur Verfügung, in der das Trivium (Lesen, Rechnen u. Schreiben) unterrichtet wurde.


1845 - 1852 WINTERSCHULE

Fürstin Henriette Odescalchi ,die erst kurze Zeit in Hirtenberg wohnte, hatte Mitleid mit den Schulkindern, die bei jeglichem Wetter den weiten Weg nach Enzesfeld zum Unterricht gehen mussten. Sie ließ zwei Zimmer ihres „Schlössels" zu Schulstuben während der kalten Jahreszeit umfunktionieren und kam auch für die Beheizung auf. Unterrichtet wurden die Kinder von einem Lehrer aus Enzesfeld.

1852 - 1862 Nach dem Tod der Fürstin mussten die Kinder wieder ganzjährig nach Enzesfeld zum Unterricht.


1862 - 1865 EXPOSITUR VON ENZESFELD

Die Ortsvorstehung von Hirtenberg erwarb das Haus Schöringhummergasse 8 und richtete da ein Schulzimmer ein. Hier erhielten die Kinder durch einen Lehrer aus Enzesfeld Unterricht. Auch das Schulgeld musste nach Enzesfeld entrichtet werden.



1865 - 1887 ERSTE ORTSEIGENE VOLKSSCHULE
In diesem Haus Schöringhummergasse 8 wurde die erste Hirtenberger Schule bis zum Jahr 1879 einklassig, danach zweiklassig geführt.




1887 - 1909 VOLKSSCHULE IN DER SCHULGASSE

Durch die Industrialisierung wuchs unser Ort nicht nur in Hinblick auf Häuser oder Einwohnerzahlen, auch die Ortsfinanzen erlaubten nun den Bau eines einstöckigen Schulhauses in der Schulgasse 2. Die zuerst drei-, dann vier-, später fünfklassig geführte Schule platzte bereits 1908 aus allen Nähten. (Eine Parallelklasse war im Speisesaal der Patronenfabrik untergebracht worden.)



1910 - 1974 VOLKSSCHULE LEOBERSDORFERSTRASSE 66

Die Patronenfabrik spendete den Baugrund an der damaligen Hauptstraße (heute B18) zur Errichtung einer Kaiser Jubiläumsschule (1908). Da die Bauarbeiten sich verzögert hatten, konnte der damalige Prachtbau erst am 10.10.1910 eröffnet werden. Sechs Klassen, eine Parallelklasse und 2 Klassen einer gewerblichen Fortbildungsschule fanden hier ihren Platz. Bis zum Ende das Schuljahres 1927/28 wurde nur die Volksschule geführt. Ab dem Schuljahr darauf gab es in diesem Gebäude auch eine Hauptschule unter gemeinsamer Leitung (bis 1964). Das bisherige Schulgebäude musste daher auch aufgestockt werden. Zum Hauptschulsprengel gehörten schon damals die Gemeinden Enzesfeld und Lindabrunn.


1974 - VOLKSSCHULE FELDGASSE 1a
Wieder war das Schulhaus zu klein geworden. Dank eines übergroßen Schulgartens konnte am Südende zur Feldgasse hin eine eigene Volksschule nach nur zweijähriger Bauzeit 1974 eröffnet werden. Bereits 1980 musste das Flachdach saniert werden. Eine Generalsanierung in den Jahren 1993 und 1994 verlieh dem Gebäude die heutige Form. Der Innenhof wurde überdacht und dadurch entstand die heutige Aula, Fenster und Türen wurden ersetzt, die Fassade neu gestaltet. Im Sommer 1999 brachte die steigende Schülerzahl noch eine Änderung: Die Garderobe wurde in den Keller verlegt, und somit ein Gruppenraum geschaffen.


Mundartgedicht zur Schulentwicklung